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Erlebe mit mir den Kaiserstuhl

Ich heiße Katharina Kiefer und zeige euch hier mein ganz persönliches Naturschutzprojekt.  Ich liebe die Vielfalt und Freiheit der Natur, egal ob es der Star ist, der meinem Bruder die Trauben wegfrisst oder der Duft der blühenden Pflanzen. Schon als ich klein war nahm mich meine Mutter mit in den Gemüsegarten und erklärte mir was die Kräuter alles an Pflege brauchen. Damals wie heute freue ich mich über jede Biene die am Rosmarin Nektar holt. Als mein Bruder dann mal eben ein Weingut gründete war sofort klar, dass er nicht in seinen Reben machen durfte was er wollte, schließlich will das Reh ja auch ab und zu mal naschen und die Weinbergsböschungen sind die letzten Rückzugsorte so mancher Tiere und Pflanzen. Gemeinsam fördern wir die heimische Natur in unserem Weinberg am Kaiserstuhl.

2015 durfte ich meinen Traum einer Streuobstwiese erfüllen und ein Stück Land am Kaiserstuhl kaufen. Das erste was ich lernte war, dass die Natur ihre eigenen Wege geht und jeder Eingriff doch wohl überlegt sein muss, denn verschwunden ist vieles schnell, aber eine Renaturierung braucht viel Zeit, Hingabe und Gefühl. Ganz gleich, ob ich die Wiese für den Wiedehopf mähe oder nicht doch besser die eine oder andere Akazie als Bienenweide stehen lasse, denn die Bienenfresser haben ja schließlich auch Hunger. Meine zweite Leidenschaft ist das Fotografieren der Natur, so konnte ich wunderschöne Momente einfangen und gleichzeitig von dem lernen was mir da so vor die Linse flattert. Wenn ihr möchtet könnt ihr mich auf meinem Weg durch die Natur begleiten und vielleicht auch das eine oder andere Mal mit mir über das Leben staunen oder schmunzeln.

Was uns motiviert

Freude an der Natur

Junger RehbockEine meiner schönsten Erinnerungen aus der Kindheit sind die Ausflüge in den Wald und vor allem die Reben. Hier konnte man über Freiburg auf den Schwarzwald blicken… weiterlesen

Artenreichtum

Der Artenreichtum unserer Wiesen und Wälder ist riesig. So gibt es alleine in Deutschland über 560 Wildbienen, 260 heimische Brutvögel und über 92 Säugetiere. Dazu kommen … weiterlesen

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit. Ein Wort das so vieles zusammenfast und trotzdem unterschiedlich Interpretiert werden kann. Für mich bedeutet Nachhaltigkeit möglichst so durch das Leben … weiterlesen

Der Weinberg und seine Helfer

Wie ihr bestimmt schon gelesen habt schreibe ich nicht nur über meine Streuobtswiese, sondern auch über das Geschehen in den Reben, aber nicht irgendwelchen Reben aus einem rumstehenden Weinberg am Kaiserstuhl, sondern Reben vom Weingut Johannes Kiefer. Das besondere an diesen Rebstücken ist die Philosophie unserer Bewirtschaftung durch meinen Bruder, meiner Mutter und mir. Zusammen achten wir auf ein Zusammenspiel von der heimischen Natur des Kaiserstuhls, der umweltschonenden Arbeit im Weinberg und der Qualität der Trauben. Es ist uns wichtig nicht einfach nur Trauben zu ernten, sondern der Natur auch etwas zurück zu geben. Dies bedeutet ein Verzicht auf Herbizide, chemisch-synthetische Pestizide und Fungizide sowie Kupfer. Wir setzen auf Pflanzenstärkungsmittel, Einsaaten in den Rebgassen und eine Wiederherstellung des komplexen Ökosystems mit Nützlingen wie Florfliege, Marienkäfer, Ohrenzwicker, Raubmilbe, Schlupfwespe und vielen anderen Insekten. Denn die Natur ist noch der beste Schutz. Da vieles in den Weinbergen selten geworden ist fördern wir die Natur durch die Ausbreitung und Pflege der heimischen Wiesen, Sträucher und Bäume. Durch Mosaikflächen aus Rebflächen, Böschungswiesen, Strauch- und Baumgruppen sowie freiliegenden Lößwänden konnte ich auf einer Fläche von ungefähr zwei Hektar (das sind 20.000 m²) über 30 verschiedene Vogelarten zählen, davon einige bedrohte Arten wie Wiedehopf, Bienenfresser, Turteltaube, Wendehals, Steinkauz. Auch wenn es nicht immer einfach ist jedem Vogel gerecht zu werden, kann man doch vieles ermöglichen. Es gibt auf dieser kleinen Fläche besondere Pflanzen wie Lilien, Weinbergstulpen, Weinbergs-Traubenhyazinthen, Sommerwurze, Herbstzeitlose, Wasserdost und zahlreiches Wildobst. Was wieder viele unterschiedliche Schmetterlinge, Grashüpfer, Käfer und die spezialisierten Wildbienen fördert. Bei jedem Stück verwildertem Land welches wir bekommen achten wir darauf der Natur einen Nutzen zu bringen. Sei es durch entfernen von Goldrute, Clematis, Brombeerhecken oder das freischneiden und verjüngen von Holunder, Schwarzdorn, Reneklode, Myrobalane und Kirsche. Denn leider bieten verwilderte und brachliegende Flächen einen geringeren Nutzen für die Natur als gepflegte.

Bis wir dahin kamen wo wir heute sind dauerte es sieben Jahre mit Höhen, Tiefen, Erfolgen, Tränen, Verlusten, Zweifeln, Gewissheit und immer mit dabei die Freunde über das was wir machen durften. Und auch jetzt bringt jedes Jahr neue Entdeckungen und Erfahrung mit. Wenn ihr möchtet könnt ihr unseren weiteren Weg unter „Aus dem Weinberg“ verfolgen.